Wir mähten in der letzten Juniwoche, vier Tage am Stück. Der Regen sollte am Sonntag kommen, und er kam. Das Heu war schon drin.
Der erste Schnitt beginnt immer gleich: Einer schaut auf die Wettervorhersage, der andere schaut in den Himmel. Dieses Jahr sagten beide dasselbe — vier trockene Tage, dann ein Umschwung. Wir mähten am Montag, wendeten am Dienstag, pressten am Donnerstag.
Die Ballen kommen nach oben, wie sie es immer taten — durch ein Fenster im Dach. Es gibt keinen Aufzug und kein Förderband. Es gibt ein Brett, zwei Paar Hände und jemanden unten, der sie hinaufreicht. Ein Ballen wiegt zwanzig Kilo, und man muss ihn in einer Bewegung fangen, denn bei der zweiten ist es schon zu spät.
„Der Regen sollte am Sonntag kommen. Er kam. Das Heu war seit Samstag drin.”
Der Anhänger ist älter als die Käserei und wird uns wohl überleben. Das Schild an der Bordwand sagt zwanzig Kilometer pro Stunde, und das ist kein Vorschlag. Der Nachbar kommt mit seinem Traktor; im Juli fahren wir zu seinem Feld. Niemand zählt die Stunden. So funktioniert Masuren seit Generationen — ein Austausch von Kraft, nicht von Geld.
Der erste Schnitt kam von fünfzehn Hektar. Der zweite wird im August sein, wie immer — sofern der Sommer uns keine Überraschung bereitet.
Gras vom ersten Schnitt ist anders als vom zweiten: mehr Kräuter, weniger Masse. Die Ziegen merken es sofort. Wir merken es später — erst in der Milch, dann im Käse. Alles hängt zusammen.